Mediensplitter

Medien | aus FALTER 07/99 vom 17.02.1999

Abschied Die Falter Verlags GmbH wird ihren 12-Prozent-Anteil, den sie am Wiener Lokalradio RTL 92,9 hält, wieder verkaufen. Sie hat ein diesbezügliches Angebot einer Tochter der Nürnberger Oschmann-Gruppe angenommen. Geschäftsführer Siegmar Schlager nennt als Gründe für den Falter-Ausstieg mangelnde Identifikation mit dem Produkt. Und: "Vertreter des Hauptgesellschafters CLT-UFA nannten ja öffentlich die große Zahl der Gesellschafter bei RTL 92,9 als Hauptgrund für fehlenden Erfolg des Radios. Wir wollen wenigstens jetzt einen Beitrag zum Erfolg leisten, indem wir helfen, diese Zahl zu verkleinern." Man wünsche RTL 92,9 alles Gute. Der Falter halte weiterhin die Ohren offen. Auch für andere Radio-Beteiligungen.

Anfang So schnell geht das auch wieder nicht! Die Einführung des vom Bundeskanzler für 1998 versprochenen Privat-TV zieht sich. Letzte Woche konstituierte sich ein parlamentarischer Unterausschuß, der diese Frage behandeln soll. Eine heikle Frage. Es geht ja weniger um Fernsehen als darum, die mächtigen Printmedien zu begünstigen (Fellners, Dichand), Ausländer draußenzuhalten und den ORF zu beschützen. Medienpolitik, wie gehabt.


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