Aufgeblättert

Kultur | Erwin Quirchmair | aus FALTER 07/99 vom 17.02.1999

Der Autor ist Flame, der Titel verspricht Spaß: Guido van Heulendonks preisgekrönter Roman heißt "Pferde sind auch Schweine". Der Held heißt Eduard, ist Schauspieler, mäßig begütert, aber im besten Mannesalter und liebt Flüssignahrung (Ochsenschwanz-, Erbsen mit Würstel- sowie Spargelsuppe) und seine Freundin Helena, für sie würde er "sogar die Hundekacke vom Vrijdagmarkt kratzen". Gott sei Dank muß er nur bei einem Kunstwerk helfen. Während Helenas Abwesenheit soll er Dinge sammeln, die sie für eine Ready-Made-Installation braucht. Dabei liest Eduard auch Geschichten auf, die ihn zögerlich auf die Spur seiner eigenen bringen. Am Ende ist er unter anderem um einen Olivenkern, eine Tube Leim, eine Angelschnur sowie ein paar Lebensweisheiten reicher. Und der Leser um die Erfahrung, daß 219 Seiten flämische Befindlichkeit gar nicht lustig sind.

Ganz anders die Prosa des Niederländers Jaap Scholten. Der Grafik-Designer, Drehbuchautor und Filmemacher aus Rotterdam legt mit seinem


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