Zoo: Menschen der Woche

Stadtleben | von Thomas Rottenberg | aus FALTER 07/99 vom 17.02.1999

Abgesehen vom Opernball 1.Manchmal ist das Leben ein Film. Vorzugsweise ein Gangsterfilm aus den USA der dreißiger Jahre: In einem stillen Drugstore öffnet sich eine geheime Tür - und dahinter brodelt das Laster, daß es eine Freude ist. Karten. Zigarren. Alkohol. Leichte Mädchen. Schwere Jungs. Ausgebeulte Sakkos. In Wien undenkbar? Au contraire: Vis-a-vis der Arena eröffnete am Freitag ein unscheinbarer Betonwürfel mit Spiegelfassade. Nur ein Fußabdruck, den der Schneesturm rasch halb verweht hatte, verriet, wo ein Eingang sein könnte. Dann öffnete sich die Tür: Karten. Zigarren. Alkohol. Mädchen. Jungs. Sakkos. Mittendrin Alexandra Hilverth: "Das ist so toll, so ein Poker-Casino." Bloß das mit dem Geldverlieren kann auf Dauer nerven.

2.Marco Smoliner, großgewachsener LIF-Rathausmann, trug Indio. Das wirkte zwar solidarisch, machte sich aber zwischen herausgeputztem (Geld)- Adel noch seltsamer, als Indio-Klamotten normalerweise schon wirken - abgesehen von Panflötengitarrequälgeistern


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