Vor 20 Jahren im Falter

Vorwort | aus FALTER 08/99 vom 24.02.1999

... beherrschten die Urteile gegen die Palmers-Entführer Gratt, Keplinger und Pitsch die Berichterstattung.

Die Urteile sind gefällt. Sie standen schon seit Wochen fest und wurden nun von den Geschworenen bestätigt.

Ein Mensch wie Pitsch, der dem Staatsanwalt teilweise sogar an Aktenkenntnis überlegen ist, der es wagt, dessen Gesetzesinterpretation anzuzweifeln, und zwar so triftig, daß dieser im Plädoyer beleidigt darauf Bezug nimmt, muß den Geschworenen erschienen sein wie ein fremdes Tier.

Zu Keplinger: Auch er war, wie Pitsch, nicht bereit, in die Illegalität zu gehen, sondern lediglich bereit, Hilfsdienste allgemeiner Art zu leisten, die sich auf keine konkrete Aktion bezogen. Seine Aussage, die ihn als Verbindungsmann zu den Terroristen hinstellt, kann schon durch die in der Guerilla übliche Informationsschranke gegenüber "Legalen" (wie P. und K.) ad absurdum geführt werden.

An der Strafbemessung läßt sich ein schlechtes Gewissen der Richter ablesen, die ja in diesem Punkt

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