"Weil ich ein Weh bin"

Fussball Beim G'riß um die Stronach-Millionen präsentierten sich die Präsidenten der Bundesliga-Klubs als wilder Haufen. Funktionäre, wie sie der Fußball braucht: ehrgeizig, idealistisch und fanatisch wenn nur nicht gelegentlich das Hirn aussetzen würde.

Gerald John | Politik | aus FALTER 08/99 vom 24.02.1999

Hannes Kartnig ist der einfachste Interviewpartner der Welt. Kartnig muß man keine Fragen stellen, um deftige Antworten zu bekommen. Stichwörter genügen. Quehenberger? "Der kennt sich net aus." Svetits? "Der redet fürchterlichen Stumpfsinn." Dittrich? "Der ist pausenlos neger."

Kartnig zerfranst sich gerne das Maul über seine Kollegen. Der Mann ist Präsident des österreichischen Fußballmeisters Sturm Graz und gibt sich so, wie Fußballpräsidenten offenbar zu sein haben: ehrgeizig, eitel und goschert. Gemessen an ihren Sprüchen, traut man vielen Vereinschefs kaum zu, eine Greißlerei ordentlich führen zu können. Muskeln haben die Herrn Präsidenten aber allemal. Und die ließen sie letzte Woche, als sie den bekannt kugelaffinen Austrokanadier Frank Stronach zum Bundesligapräsidenten kürten, gehörig spielen. Ziel der Putschisten, die den Kavalleriemann Stronach (er gilt als einer der größen Pferdezüchter der Welt und ist an zahlreichen Rennbahnen beteiligt) zum Chef der Infanterie

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