Ab durch die neue Mitte?

Politisches Buch Der britische Soziologe und Blair-Berater Anthony Giddens hat über die Zukunft der Sozialdemokratie nachgedacht und schlägt einen "dritten Weg" vor.

Politik | Klaus Taschwer | aus FALTER 08/99 vom 24.02.1999

Wenige Tage vor dem rot-grünen Wahlsieg in Deutschland fand in New York ein Gipfeltreffen der besonderen Art statt. Am 21. September vergangenen Jahres debattierten in New York US-Präsident Bill Clinton, der britische Premier Tony Blair und Italiens Romano Prodi gemeinsam mit einigen Intellektuellen über die Zukunft der Sozialdemokratie. Das eigentliche Thema war der von Blair propagierte "Dritte Weg", für den der New-Labour-Führer auch gleich seinen Vordenker mitgebracht hatte: den Soziologen Anthony Giddens, dessen neuestes Buch "The Third Way" wenige Tage zuvor erschienen war.

Das transatlantische Treffen stand allerdings unter einem etwas unglücklichen Stern namens Monica Lewinsky. Neue Enthüllungen über ihre Affäre mit Bill Clinton ermunterten die politischen Kommentatoren zu einigen flotten Scherzen über den dritten Weg, der prompt sexuell bzw. als neuer Kompromiß zwischen Treue und Untreue gedeutet wurde. Aber auch Teilnehmer des Gipfels und seriösere Beobachter gaben


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