Demokratie im Wasserglas

Bezirke Nach der Einbahnregelung in der Gumpendorfer Straße wird im sechsten Bezirk nun auch die Errichtung einer Garage per Briefabstimmung entschieden.

Thomas Rottenberg | Politik | aus FALTER 08/99 vom 24.02.1999

Erich Achleitner ist begeistert: "Etwas Besseres gibt es gar nicht." Demokratisch, direkt, ehrlich und klar, freut sich der Bezirksvorsteher des sechsten Bezirkes, sei das, was in den nächsten Tagen auf seine Bezirksbürger zukäme. Im Laufe der nächsten Tage wird nämlich der Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien exakt 21.392 Briefe nach Mariahilf schicken. 17.001 davon werden weiße, 4391 rosa Kärtchen enthalten. Erhalten sollen diese Karten alle in Mariahilf gemeldeten, wahlberechtigten EU-Bürger - und sie, bitteschön, bis zum 15. März zurückschicken. Porto zahlt Empfänger. Denn der sechste Bezirk übt sich wieder einmal in direkter Bürgerdemokratie. "Das ist seit dem Zweiten Weltkrieg das zweite Mal, daß in Wien eine derartige Bürgerbefragung durchgeführt wird", ist Erich Achleitner stolz. Noch höher schlägt sein Herz aber, wenn er erwähnt, wo und wann die erste Bürgerbefragung stattgefunden hat: ebenfalls in Mariahilf. Ebenfalls unter seiner Regentschaft.

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