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Sterbeatlas Während sich der Durchschnittsösterreicher eher dafür interessiert, wie sein Begräbnis ausgerichtet wird, haben Statistiker die Todesursachen der Bevölkerung im Auge.

Politik | Thomas Rottenberg | aus FALTER 08/99 vom 24.02.1999

Wer früher stirbt, ist länger tot. Und je nachdem, woran der Österreicher vorhat zu sterben, gibt es regionale Unterschiede, wann voraussichtlich "a Bankl g'rissen" werden wird. Der vom Österreichischen Statistischen Zentralamt (ÖSTAT) vergangene Woche präsentierte "Todesursachenatlas 1988/94" listet die nationalen Sterbegewohnheiten minutiös auf - und vergleicht die Mortalitätsraten nicht nur innerhalb Österreichs, sondern auch international.

Demnach lag die durchschnittliche Lebenserwartung in Österreich im Jahr 1997 bei Frauen bei 80,6 Jahren, während Männer im Schnitt mit 74,3 Jahren den Löffel abgeben mußten. International stirbt Österreich somit reichlich durchschnittlich, grandios sind die Unterschiede zum Ranglistenersten Japan (Frauen: 83,3 Jahre, Männer 77 Jahre) aber auch nicht.

Innerhalb Österreichs, so die ÖSTAT-Zahlen, stirbt man im Osten früher als im Westen: Im Burgenland und in Wien liegt die Sterbeziffer sieben Prozent über dem Durchschnitt, in Tirol


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