"Ich bin ein Behübscher"

Humor Manfred Deix will es nicht wahrhaben: Er ist 50 geworden. Der "Falter" sprach mit dem Zeichner über Gott (Robert Crumb) und die Welt (unveränderbar), über Freunde (Bruno Kreisky und Mike Tyson) und Feinde (Gerhard Haderer und andere Japaner), über "profil" und "Format".

Klaus Nüchtern und Armin Thurnher | Kultur | aus FALTER 08/99 vom 24.02.1999

Manfred Deix ist ein angenehmer Zeitgenosse, jedenfalls für Journalisten: Erstens hat er mittlerweile das größte Katzenklo Europas in ein katzenfreies Atelier umgewandelt, sodaß man ihn unbehelligt von Katzenhaar und -gestank interviewen kann; zweitens ist er einer der begnadetsten G'schicht'ldrucker des Landes, und drittens braucht man niemandem zu erklären, wer Manfred Deix ist.

Falter: Herr Deix, wenn man sich Ihre Bilder ansieht, müßte man eigentlich auswandern.

Manfred Deix: Wieso?

Weil sich offenbar nichts ändert.

Es hat sich nichts geändert in den 30 Jahren, aber das ist kein Grund auszuwandern. Ich bin draufgekommen, daß die Welt nicht reparabel ist, und wundere mich, daß sie überhaupt noch funktioniert. Ich bin der Überzeugung, daß das den Bach hinuntergeht, aber ich habe mich auch nie der Täuschung hingegeben, daß man mit Zeichnungen irgend etwas bewirken kann.

Einerseits ist es grauslich und schiach ...

Stimmt ja gar nicht. Grauslich ist das, was ich mache, überhaupt

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