Streifenweise

Kultur | aus FALTER 08/99 vom 24.02.1999

There's No Business Like Showbusiness" ist so ziemlich die verbotenste Musiknummer für einen Film, in dem es ums Showbusineß geht. Sie unterlegt den neonbunten Vorspann zur deutschen Mediensatire "Late Show". "Das Showbusineß ist ein Faß ohne Boden", meint Conrad Scheffer wenig später in jener Mischung aus Larmoyanz und Zynismus, mit der Harald Schmidt den Programmdirektor des nicht gerade vom Erfolg verwöhnten Privat-TV-Senders TELE C erwartungsgemäß ausstattet. Seit "Schtonk" führt Regisseur Helmut Dietl seinem Publikum die Szene der Kunst- und Medienfuzzis vor, und siehe da, sie ist genauso, wie wir uns das immer schon vorgestellt haben: gemein, geil und ganz gierig darauf, einen graden Michel wie den Provinzradiomoderator Hannes Engel (Thomas Gottschalk) zu korrumpieren. Anfänglich wehrt sich Engel noch recht beherzt, auch wenn seine Lebensgefährtin, die Schauspielerin Maria Keller (Veronica Ferres), die Brutalität der Branche am eigenen Leib erfahren mußte (und sich in

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