"Seltsam, aber zugänglich"

Musik Der Schweizer Heinz Holliger ist einer der vielseitigsten Musiker der Gegenwart. Kurz vor seinem 60. Geburtstag sprach er mit dem "Falter" über Extreme in Wort und Klang, über die musikalische Tradition Ungarns und die Verbreitung vertonter Klischees.

Carsten Fastner | Kultur | aus FALTER 08/99 vom 24.02.1999

Heinz Holliger ist Komponist, Dirigent, Oboist und Musikwissenschaftler. Als Dirigent arbeitete er u.a. mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und den Wiener Philharmonikern; als Forscher war er maßgeblich an der Wiederentdeckung des böhmischen Barockkomponisten Jan Dismas Zelenka beteiligt, und auch als Musiker kümmert er sich nicht nur um die Interpretation seiner eigenen Werke, sondern gleichermaßen intensiv um barocke, klassische, romantische und zeitgenössische Musik.

Aber wenn man ihn auf diese ungewöhnliche Vielseitigkeit anspricht, weiß Holliger nicht recht, was er sagen soll. Außer: "Früher war das doch für alle der Normalfall. Bach, Mozart und Beethoven waren vor allem als Interpreten und Improvisatoren hoch geschätzt." Erst die Spezialisierung auf eine Tätigkeit, die mit dem Nur-Dirigenten Arthur Nikisch aufkam, habe dieser Selbstverständlichkeit ein Ende bereitet; wenn auch mit Ausnahmen: "Bruno Maderna war ein phantastischer Dirigent, Michael Gielen ist ein

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige