Moderne von rechts

Dokumentarfilm In "Das Meisterspiel" kombiniert Lutz Dammbeck das Übermal-Attentat auf die Bilder von Arnulf Rainer mit dem Briefbombenterror der BBA zu einem neuen Phantom.

Markus Wailand | Kultur | aus FALTER 08/99 vom 24.02.1999

Der Briefbombenprozeß nimmt seinen Lauf, das personifizierte Böse in Gestalt von Franz Fuchs wird nach allen Regeln, die das Strafgesetzbuch bietet, verurteilt werden und dann auf Nimmerwiedersehen weggesperrt. Schon seit seiner Verhaftung wurde daran gearbeitet, Fuchs als Nichtmitglied "unserer" Gesellschaft darzustellen, als das andere, das Abnorme, als das, was uns nicht betrifft, weil wir nicht sind wie er. Das ist praktisch so, denn damit geht uns auch der ganze Rest der Geschichte nichts an.

Soweit zumindest die Wunschvorstellung der staatstragenden Stabilitätsdenker, die damit gezielt versuchen, die imaginäre Dimension dieser terroristischen Akte auszublenden - womit die Bühne frei ist für mehr oder weniger verschwörungstheoretisch veranlagte Interpretatoren.

Der Hamburger Dokumentarfilmer Lutz Dammbeck ist einer von ihnen - allerdings hat er zur Causa Fuchs keine eigene Wahrheit zur Hand, sondern nähert sich dem Thema über einen zweiten Fall an. Dammbeck geht von der Übermalung

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