Feministische Taifune

Kunst Wenn Monica Bonvicini aufdreht, bleibt kein Haar mehr neben dem anderen: jetzt auch in der Wiener Galerie Krobath Wimmer.

Patricia Grzonka | Kultur | aus FALTER 08/99 vom 24.02.1999

Monica Bonvicini zählt zu den medial am meisten berücksichtigten Künstlerinnen des letzten Jahres: Sie war Teilnehmerin an der Berlin Biennale, Empfängerin des erstmals vergebenen Paul-Cassirer-Preises (zusammen mit Liam Gillick), in Wien trat sie bei der Jungen Szene in der Secession auf (die eingezogene Decke im Eingangsbereich und der zerstörte Boden der Haupthalle waren ihr Werk) - aber vor allem eine Installation in der Berliner Galerie Mehdi Chouakri wurde im gesamten deutschsprachigen Feuilleton und darüber hinaus in internationalen Fachzeitschriften mit geradezu kategorischer Aufmerksamkeit bedacht. In "A violent, cyclonic, tropical piece of art having wind speeds of or in excess of 75 miles per hour" hat sie eine ebenso lapidare wie einprägsame Formel für Arbeiten im Galerien-White-Cube-Kunstbetrieb gefunden: Kunst, die einem den Kopf wegbläst. (Die Installation bestand aus zwei Hochleistungsventilatoren, die den Besucher lärmgeschädigt und frisurlos in der Galerie zurückließen.)

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