Vor 20 Jahren im Falter

Vorwort | aus FALTER 09/99 vom 03.03.1999

... fordert ein Arbeiter ermäßigten Eintritt bei Kulturveranstaltungen, die Wohnungsinitiative informiert über das geplante gesamtösterreichische WG-Treffen und für den internationalen Frauentag sind zwei Demonstrationen geplant.

Am 8. März 1857 traten Tausende New Yorker Textilarbeiterinnen in Streik, um gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit, kürzere Arbeitszeit und bessere Arbeits- und Wohnbedingungen zu erkämpfen. Als 1910 auf dem Internationalen Sozialistischen Frauenkongreß in Kopenhagen der 8. März als Internationaler Frauentag festgelegt wurde, ging es bereits um das Erkämpfen des Frauenwahlrechts (das Männerwahlrecht war zu dieser Zeit bereits in den meisten Ländern durchgesetzt). Mit dieser Forderung demonstrierten am 8. März 1911 auf der Wiener Ringstraße 20.000 Frauen.

Heute gilt es, sich weiter für gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit einzusetzen, für gleiche Erziehung und Berufschancen für alle, für Gleichberechtigung, die zwar gesetzlich bereits verankert ist, jedoch von den Arbeitgebern und Massenmedien täglich verletzt wird. Der Arbeitskreis Kommunikationszentrum für Frauen in Wien, der bereits mit einer Großveranstaltung, "Den Alltag verändern", im Wiener Künstlerhaus auf sich aufmerksam machte und sich bei seiner Tätigkeit auf die UNO-Deklaration über die Beseitigung der Diskriminierung der Frau bezieht, fordert ein Frauenzentrum, in dem sich Frauen zum Erreichen dieser Ziele organisieren und für ihre Interessen eintreten können. Für den 68. Internationalen Frauentag plant der Arbeitskreis verschiedene Aktivitäten, unter anderem Flugblattaktionen an "strategisch" wichtigen Punkten Wiens, ein Frauenfest und Filmvorführungen. In Zusammenarbeit mit dem Filmladen werden im Action-Kino und im Z-Club "Frauenfilme" gezeigt, um der österreichischen Frauenbewegung neue Impulse zu verleihen und um durch die emotionalen und rationalen Erfahrungen durch den Film zu neuen Aktivitäten anzuregen.


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