Politik

Politik | aus FALTER 09/99 vom 03.03.1999

Was war Wahlkampf mit Trauerflor Von einem Wahlkampfstopp war die Rede. Und von einer Verschiebung der Tiroler Landtagswahlen vom siebten März. Nachdem die Betroffenheit über das Lawinenunglück von Galtür aber gewichen war, entschieden sich die Parteien, doch pünktlich wählen zu wollen. SPÖ und Grüne planen zudem, den Wahlkampf wieder aufzunehmen. Hintergrund: Tirols Landeshauptmann Wendelin Weingartner (VP) war für den Geschmack der Opposition am Rande der Lawinen ein bißchen zu oft im Bild. Daten der Forschungsgruppe "mediaWatch" bestätigen die Befürchtungen von Rot-Grün. Während SP-Mann Herbert Prock binnen drei Tagen auf 31 Sekunden Bildschirmpräsenz kam, schaffte es Weingartner auf 14 Minuten. Andererseits: Für einen echten Landesfürsten ein matter Wert.

Was Kommt Neue ÖGB-Frau Ungewöhnlich spannend für Gewerkschaftsverhältnisse verlief die Kür der Nachfolgerin von ÖGB-Frauenchefin Irmgard Schmidtleitner, die Anfang Februar aus gesundheitlichen Gründen ihren Rücktritt erklärt hatte. Renate Csörgits, Frauensekretärin der Gewerkschaft der Privatangestellten, setzte sich mit fünf Stimmen Vorsprung gegenüber Bundesfrauensekretärin Elisabeth Holzhauser durch. Auf Csörgits wartet genug Arbeit: Nach wie vor verdienen Frauen in Österreich durchschnittlich um ein Drittel weniger als Männer.

Was Fehlt Arbeit Langsam, aber sicher nähert sich die Arbeitslosenquote der Zehn-Prozent-Marke (österreichische Berechnungsmethode). Im Februar betrug die Rate 9,8 Prozent. Knapp 1400 Menschen mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres waren arbeitslos - obwohl die Zahl der Beschäftigten um 20.000 gestiegen ist. Die Bilanz des Sozialministeriums fällt deshalb bemerkenswert positiv aus: Insgesamt ergebe sich ein positives Bild, heißt es. Warum dann die steigenden Arbeitslosenzahlen? Schuld ist das extreme Wetter, heißt es aus dem Ministerium.


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