1000 Meter über dem Meer/Cornelius Kolig im Gespräch: Haider und die Nazi-Opas

Politik | Simon Kravagna | aus FALTER 09/99 vom 03.03.1999

Im Jahr 1938 schlugen die Nationalsozialisten die Fresken Anton Koligs, des Großvaters des Künstlers Cornelius Kolig, von den Mauern des Kärntner Landtages. 1998 gestaltete der Kärntner Künstler den Saal neu. Seither ist er Feindbild von FPÖ und Kronen Zeitung.

Falter: Haider hat die Demontage Ihrer Arbeit im Kärntner Landtag nicht ausgeschlossen, sollte er Landeshauptmann werden. Wie gehen Sie damit um?

Kolig: Das beweist wieder einmal, daß die Freiheitlichen den Hinweis meiner Arbeit auf den damaligen Tatort nicht verkraften. Die FPÖ fühlt sich ja in einem gewissen Sinn als Nachfolger der damaligen Täter. Sie wollen offenbar ihre geistigen Großväter von damals in Schutz nehmen. Haider solidarisiert sich mit Aussagen wie diesen mit dem Nazi-Mob von damals.

Nach Haiders Besichtigung Ihres Werkes gemeinsam mit Ihnen war in Kärnten von der Beilegung des Konflikts die Rede?

Das war ein Mißverständnis. Da ist Haider ein taktisches Unglück passiert. Er war damals spontan dazu bereit,


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