Kabel und andere Ideen

Stadtplanung: Ein architektonischer Ideenwettbewerb küßt in Meidling eine riesige Industriebrache wach. Doch bevor auf den 6,3 Hektar gebaut wird, sollen Künstler das Terrain temporär nutzen.

Politik | Thomas Rottenberg | aus FALTER 09/99 vom 03.03.1999

Hier wird plötzlich ein ganzer Stadtteil sichtbar." Marie-Therese Harnoncourt freut das. Immerhin ist sie mitschuldig daran. Genauer: sie und ihre Kollegen der Architektengruppe Poor Boys Enterprise, die gemeinsam mit Rainer Pirkers ARCHItexture team ein Stück Industriebrache ans Tageslicht befördern, das der Großteil der Stadt vergessen hat.

Dabei ist das Areal eigentlich nicht zu übersehen - und zählte einmal zu den wichtigen Industriebetrieben der Stadt. "In Meidling", erzählt Bezirksvorsteher Herbert Hezucky, "gibt es kaum eine Familie, in der nicht zumindest ein Familienmitglied bei der KDAG gearbeitet hat. Das ist so ähnlich wie die Ziegelwerke in Favoriten." Die Wienerberggründe sind auch in Blickweite, wenn man über die Dächer des 63.000 Quadratmeter großen Fabriksgeländes schaut: Wienerbergerturm, Philipswerk auf der einen, Schöpfwerk und Wohnpark Alterlaa auf der anderen Seite. Dazwischen Siedlungsgebiete. Einfamilien- und Reihenhäuser. Bloß: Zunächst fällt der


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