Salzamt, interkulturell

Integrationsfonds: Stadträtin Renate Brauner verpaßt dem Integrationsfonds eine neue Satzung - mit dem Effekt, daß die Opposition den Fonds auf Dauer verläßt.

Politik | Thomas Rottenberg | aus FALTER 09/99 vom 03.03.1999

Jeder schlechte Witz hat ein Ende. Für uns war das das Ende der Vorstellung." Maria Vassilakou, Gemeinderatsabgeordnete der Grünen, haut den Hut drauf: "Der Integrationsfonds wird zum Salzamt - wir konnten nicht mehr mitspielen." Ihr liberaler Kollege Marco Smoliner sieht es ähnlich: "Mit diesem Schritt hat Renate Brauner das Motto des Integrationsfonds endgültig um zwei Buchstaben erweitert: Aus ,Wir alle sind Wien' hat sie ,Wir allein sind Wien' gemacht."

Die Empörung - und der damit verbundene Auszug der Opposition aus den Gremien des Integrationsfonds - ist der letzte Akt in einer seit vergangenem Sommer andauernden Groteske: Seit Integrationsstadträtin Renate Brauner den ihr unbequemen Fonds-Chef Max Koch durch ihren Parteifreund Johannes Seitner ablösen ließ und dem Fonds neue Satzungen zu verleihen versprach, ist die Luft zum Schneiden dick. Die für Herbst versprochenen neuen Satzungen wurden der Opposition bis Jänner nicht vorgelegt - und enthalten nun so gravierende


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige