Good Will Stealing

Film: William Shakespeare erobert wieder einmal die Leinwand. "Shakespeare in Love", die Verfilmung seiner Herzens- und Finanznöte, war der Academy 13 Oscar-Nominierungen wert.

Kultur | Andreas Ungerböck | aus FALTER 09/99 vom 03.03.1999

Schauplatz London, 1593: Der trotz seiner 29 Jahre noch relativ unbekannte Schauspieler und Auftragsstückeschreiber Will Shakespeare (Joseph Fiennes) hat ein ernstes Problem - er leidet unter Schreibhemmung, writer's block, wie das im Angelsächsischen so schön heißt. Sein neuestes Îuvre, "Romeo und Ethel, die Piratentochter", sollte schon längst fertig sein, kommt aber nicht recht vom Fleck, und des Autors finanzielle Ressourcen neigen sich dem Ende zu. Zu allem Übel feiert sein Rivale Christopher Marlowe (Rupert Everett, in den Credits nicht genannt) Triumphe, und der Londoner Theaterszene insgesamt geht es sowieso nicht besonders: Sowohl die grassierende Pest, die Massenansammlungen gefährlich erscheinen läßt, als auch die Kirche, die das gottlose Treiben geißelt, setzen den lokalen Bühnen zu.

Weil John Maddens Film aber "Shakespeare in Love" heißt, begibt es sich, daß sich der erfolglose Dichter ausgerechnet in die schöne Lady Viola de Lesseps (Gwyneth Paltrow) verliebt,


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