Aufgeblättert

aus FALTER 09/99 vom 03.03.1999

Ist das nicht der Roman, auf den wir heimlich gewartet haben?", fragte Die Zeit nach dem Erscheinen seines Erstlings "Schnee, der auf Zedern fällt" (1995). Prompt ließ weiteres Lesefutter von David Guterson nicht lange auf sich warten. Nach der Übersetzung eines älteren, eher bescheidenen Erzählungsbandes liegt nun sein zweiter Roman vor: "Östlich der Berge" erzählt von einem pensionierten Herzchirurgen, der unheilbar an Darmkrebs leidet und sich in die Berge östlich von Seattle begibt, um dort Selbstmord zu begehen. Doch ein Unfall und nachfolgende Verwicklungen halten ihn vom Suizid ab, führen ihn statt dessen in seine eigene Vergangenheit - und bringen ihn damit zurück ins Leben, dessen letzte Tage er am Ende doch erleben möchte. Gutersons zweiter Roman ist brav, stellenweise allzu brav erzählt, und vermittelt dem Leser wohlrecherchiertes Wissen über nur scheinbar uninteressante Dinge - wie Darmkrebs, Obstbaumzucht, Jagdhunde oder den Kampf der US-Truppen gegen die Nazis


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