Meat Loaf, Jackson & ich

Musik: Luke Vibert, vielseitiger Eigenbrötler derbritischen Elektronik-Dance-Szene, entdeckt die Vorteile von Major-Labels und Gitarrenbands.

Kultur | Robert Rotifer / London | aus FALTER 09/99 vom 03.03.1999

Der Mann am anderen Ende der Telefonleitung ist voll der Entschuldigungen - und das zu Recht, schließlich ist er nicht zu unserem Interviewtermin erschienen. Die Grippe habe ihn erwischt, erklärt Luke Vibert: "Ich liege auf dem Sofa, trinke Tee und fühle mich wie ein Wichser." Bis zu seinem bevorstehenden allerersten Ausflug nach Wien hat er noch genügend Zeit zu gesunden.

Einstweilen weiß der fiebernde Vibert noch nicht einmal, welche seiner multiplen Persönlichkeiten er bei seinem Wiener Auftritt in Erscheinung treten lassen wird. Als Plug macht er Drum & Bass, als Luke Vibert und Wagon Christ dagegen, "was mir gerade durch den Kopf geht". Techno sei immer noch der Überbegriff, aber über diese grobe Zuordnung hinaus läßt sich Vibert nur im Ausschlußverfahren auf Genres festlegen: "Was ich definitiv nicht mag, sind die Wörter Trip Hop und Downtempo." Nicht von ungefähr sind genau diese zwei Wörter die Markenzeichen seines ehemaligen Plattenlabels Mowax.

Für sein letztes Album,


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