Halbe Fahrt Richtung Design

Neues Lokal: Schon wieder ein neuer Italiener: klein, cool, gut und in einer Gegend gelegen, die's bitter nötig hatte.

Stadtleben | Florian Holzer | aus FALTER 09/99 vom 03.03.1999

Auffälligkeit ist die Sache des "Mezzo" nicht gerade. Sogar beim Vorbeigehen kann man den neuen Italiener übersehen: kein Schild, keine Fähnchen, nichts, was darauf schließen ließe, daß der Esteplatz nun von der Liste jener Orte, an denen man ohne Schwierigkeiten Hungers sterben kann, gestrichen werden muß.

In die Gastronomie sei er zufällig gekommen, erklärt Goran Stanojevic, der eigentlich einen landwirtschaftlichen Ingenieurstitel besitzt. Das Schicksal führte ihn vor geraumer Zeit für fünf Jahre ins Mak-Cafe, und spätestens seit dem Sommer ist an die akademische Bodenbearbeitung nicht mehr zu denken. Da erwarb er das Lokal, in dem zuvor eine Pizzeria namens Giacomo waltete. Anfang Jänner sperrte er auf und wurde von Eingeborenen sogleich als Geheimtip gehandelt.

Es ist aber auch wirklich sehr angenehm, dieses Mezzo: Ein nach allen Regeln der Kunst renovierter Parkettboden, überdimensionale Terracotta-Amphoren in den Fenstern für den Mediterran-Appeal - man könnte fast


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