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Integrationsfonds: Die Opposition hat sich zurückgezogen, der Wiener Integrationsfonds wird nur mehr von SPÖ und ÖVP regiert. Der Fonds ist aber nicht erst jetzt am Ende.

Politik | Patrik Volf | aus FALTER 10/99 vom 10.03.1999

Es gibt zwei Arten, ein Gebäude zu demolieren: Abrißbirne oder stückweises Abtragen mit dem Ziel, der Fassade zwecks weiterer Verwendung (Behübschung der Landschaft, Denkmalschutz) keinen Schaden zuzufügen.

Vergangene Woche endete in Wien eine stückweise Demontage mit der Abrißbirne: Grüne und Liberale kehrten dem Wiener Integrationsfonds den Rücken. "Jeder schlechte Witz hat einmal ein Ende", kommentierte die grüne Fonds-Gesandte Maria Vassilakou ihren Ausstieg. Sie beendete damit fünf Jahre parteienübergreifende Zusammenarbeit in Integrationsfragen. Die Arbeit des Fonds - Rechtsberatung, Konfliktschlichtung, Förderung von Ausländerprojekten - wurde gemeinsam beobachtet, beraten und beschlossen. Doch seit Johannes Seitner, Intimus von Integrationsstadträtin Renate Brauner, im vergangenen Herbst zum Geschäftsführer bestellt wurde, nahmen die Konflikte zwischen SPÖ und ÖVP auf der einen und Grünen und Liberalen auf der anderen Seite kein Ende.

Als Brauner und "der Koalitionspartner"


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