Unter Freunden

Kinos: Nach dem Verkauf der Kiba bleibt in Wiens Kinolandschaft kein Stein auf dem anderen. Welche Folgen hat der Deal für die Programmkinos und Verleiher?

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 10/99 vom 10.03.1999

Der Statistik ist nur bedingt zu trauen. Der Bärenanteil unter den erfolgreichsten Filmen der drei heimischen Verleiher Filmladen, Polyfilm, Stadtkino kommt Produktionen mit österreichischem Ursprungszeugnis zu. Eine Überraschung? Jaaa. Ein verläßlicher Erfolgsnachweis? Nicht unbedingt. Niemand wird beim heutigen Stand der heimischen Filmproduktion ernsthaft behaupten wollen, daß sich mit österreichischen Filmen allein erfolgreich "Kino machen" ließe. Der Output ist zu gering, die kommerziellen Erfolge sind immer noch selten und liegen viele Jahre auseinander. So viele Jahre, daß Franz Schwartz, Leiter des Stadtkinos Wien und für sein ambivalentes Verhältnis zur hiesigen Förderungspraxis bekannt, nicht einmal mehr von einem "Schweinezyklus" sprechen mag.

Dennoch ist der österreichische Film zweifellos von Relevanz. Weniger fürs Publikum vielleicht als generell für die österreichische Kinolandschaft. Das fängt bei der Kritik an, die sich über ihn - zum Teil wenigstens -


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