Ein Museum ist kein Hotel

Kunst: Im Juni öffnet Venedig seine Gärten wieder für die Kunst. Ein Gespräch mit dem österreichischen Biennalekommissär Peter Weibel über sein Konzept, über "TNKs" und das Phänomen der Kunsthotellerie.

Kultur | Vitus H.Weh | aus FALTER 10/99 vom 10.03.1999

Langsam wuchs die Sorge: Die 48. Biennale di Venezia rückte näher, und noch wußte niemand, wer und was Österreich auf dieser traditionsreichen Kunstausstellung repräsentieren würde. Geschickt hatte der zuständige Kurator Peter Weibel gleich mehrere Szenarien lanciert, die unterschiedlich viel Budget benötigt hätten. Nun aber ist die Katze aus dem Sack: Während die meisten Länder in ihren Pavillons einzelne Künstlerinnen und Künstler zeigen werden, setzt Weibel wieder auf einen thematischen Ansatz. Sechs Positionen sollen sich unter dem Titel "Offenes Handlungsfeld" zu kollektivem Arbeiten zusammenfinden: Rainer Ganahl, Ecke Bonk, Peter Friedl, die Geschwister Christine und Irene Hohenbüchler, die Kölner Mediengruppe Knowbotic Research (Christian Hübler, Yvonne Wilhelm, Alexander Tuchacek) sowie WochenKlausur, die bis zu siebenköpfige sozialinterventionistische Truppe um Wolfgang Zinggl. Das Budget wurde vorerst mit sechs Millionen Schilling beziffert.

Falter: Herr Weibel,


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