Stadtrand: Alles voll Milch!

Stadtleben | aus FALTER 10/99 vom 10.03.1999

Der Außendienstmitarbeiter der Niederösterreichischen Milchzentrale hatte wohl einige Milchpackerln in seinem Aktenkoffer, als er bei Frau S. vor der Wohnungstüre stand und ihr demonstrieren wollte, wie man die neuen Verschlüsse der NÖM-Tetrapacks richtig öffnet. In einem Brief an die Milchmacher hatte sich Frau S. bitter darüber beschwert, daß ihr bei jedem Versuch, die wiederverschließbare Kunststofflasche zu öffnen, der Inhalt entgegenschwappe. Jetzt war also der Milchmann extra aus Baden angereist, stand persönlich vor ihr und war drauf und dran, in ihrer Küche ein Milchpackerl nach dem anderen aufzumachen, auf daß die ungeschickte Konsumentin die richtige Handhabung erlerne.

Zugegeben: Es hat ja etwas Beruhigendes zu wissen, daß Beschwerdebriefe und Produktkritik nicht direkt im Altpapier landen, sondern bearbeitet werden.

Bei der Gelegenheit könnte sich gleich mal jemand vom Fruchtsafter Happy Day auf den Weg in die Redaktion machen und zeigen, wie man die neue Umverpackung von Saft öffnet, ohne gleich den kompletten Finger in die Öffnung stecken zu müssen. Und an die Firma Billa ergeht die Bitte um eine Schulung, wie man an ein folienverpacktes Stück Weichkäse von der SB-Theke ohne Käseverlust rankommt. C.W.


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