Selbst in die Hand nehmen

Mifegyne: Noch vor wenigen Wochen beherrschte die Einführung der Abtreibungspille Mifegyne Österreichs Medien und Stammtischrunden. Inzwischen ist Ruhe eingekehrt.

Stadtleben | Sigrid Neudecker | aus FALTER 10/99 vom 10.03.1999

Vor mehr als einem Monat bekam das Krankenhaus Korneuburg die Genehmigung, die Abtreibungspille Mifegyne erstmals in Österreich einzusetzen, was nicht nur Medienaufmerksamkeit, sondern auch stadtbekannte Abtreibungsgegner anlockte. Bis auf einen Todesfall in Wien vor zwei Wochen, der - noch unbestätigterweise - mit Mifegyne in Zusammenhang gebracht wurde, ist es um die Pille ruhig geworden. Im Falter-Interview spricht der Korneuburger Primarius Peter Safar über die ersten Erfahrungen mit Mifegyne.

Falter: Ist es noch gefährlich, sich mit Ihnen sehen zu lassen?

Safar: Ich glaube, es ist total sicher. Ich bin nicht einverstanden damit, daß eine Randgruppe wie die Abtreibungsgegner so in den Vordergrund gerückt wurde.

Bekommen Sie noch Reaktionen?

Es kommen noch viele Briefe, die teilweise ziemlich berührend sind, weil man sieht, was es da noch für ein Angstpotential gibt. Ich würde da leichtfertige Schlampen unterstützen et cetera. Es werden auffallend oft Vergleiche mit KZs gezogen,


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