Haider verhindern?

Seinesgleichen geschieht: Geht nicht, sagt die Öffentlichkeit. Ihn politisch zu bekämpfen scheitert an der Politik.

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 11/99 vom 17.03.1999

Es ist das Jahr der Rücktritte, keine Frage. Aber selbst der Rücktritt Oskar Lafontaines, geschweige denn jener der gesamten EU-Kommission reicht aus österreichischer Zwergerl-Perspektive an die Wiederwahl Haiders heran. Wiederwahl? Noch ist er ja nicht gewählt. Statt dessen gab es Rücktritte genug: Außerwinkler und Zernatto, Haiders Konkurrenten, warfen sogleich das Handtuch. Die österreichische Öffentlichkeit folgte beinahe geschlossen.

Die Kommentatoren, allesamt geeichte Haider-Kritiker, betrachteten angesichts des Kärntner Wahlergebnisses und einer Mehrheit, die knapp jene des Wiener Bürgermeisters übertrifft, ihre Vorbehalte als Schnee von gestern und empfahlen die Wahl Haiders zum Landeshauptmann. Damit sprachen sie das Urteil über ihre eigene Urteilsfähigkeit.

Die Frage "Darf Haider an die Macht?" war zuvor schon in Nachrichtenmagazinen diskutiert worden, aber es war eine "No-na"-Frage. Ich wiederhole mich: Ist einer aufgestellt, ist er auch wählbar. Die Frage hätte


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige