Grüner Grant

Grüne: Die Niederlage bei den Landtagswahlen stellt die Grünen vor neue Aufgaben. Parteichef Alexander van der Bellen muß grantiger werden.

Politik | Gerald John | aus FALTER 11/99 vom 17.03.1999

Ich versteh's nicht", klagt Georg Willi, Spitzenkandidat der Tiroler Grünen. Das Debakel im Haider-Land Kärnten mag als Ausnahmefall durchgehen. Der Dämpfer in Salzburg wegen der Personalquerelen auch. Aber warum Tirol? "Selbst die anderen Parteien haben gesagt, daß wir im Wahlkampf als einzige pfiffig und angriffig waren", erzählt Willi. Und dann verliert die Anti-Transitpartei zwei ihrer vier Mandate. Daß wegen Unregelmäßigkeiten bei der Stimmenauszählung ein Sitz zurückwandern könnte, tröstet den gescheiterten Kandidaten wenig: "Ich versteh's einfach nicht."

Seit dem Debakel bei den Nationalratswahlen 1995 warten die Grünen auf den Aufwärtstrend. Vergeblich. Dabei macht die Partei vieles besser als früher. Alexander van der Bellen ist der erste unumstrittene Parteichef seit ewig. Die Kandidatenauswahl für das Superwahljahr 1999 verlief ungewöhnlich gesittet. Auch nach der Wahlniederlage vom 7. März wird nicht gestritten. Manche Grünen nennen das Lethargie. Van der Bellen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige