Zirkus Maximus

Stadtgestaltung: 2001 soll das Museumsquartier - kurz Muqua -, gegenwärtig die größte Kulturbaustelle der Welt, zu einem Teil des größten Museumsviertels Europas werden. Doch anstatt über mutige Ideen zu diskutieren, zerfleischen Architekt, Errichtungsgesellschaft und Nutzer sich gegenseitig.

Politik | Thomas Rottenberg | aus FALTER 11/99 vom 17.03.1999

Natürlich kann man die Angelegenheit sehen wie Günther Bischof. Dann wirken alle Querelen nebensächlich. Wenn Bischof, Geschäftsführer der Museumsquartier-Errichtungsgesellschaft, über "seine" Baustelle führt, machen Größe und Wucht von Österreichs größter Kulturbaustelle (nebenbei die größte der Welt) was her: Kräne hieven, Bagger baggern, Bauarbeiter bauen, Mischmaschinen mischen - rundherum blicken imperiale Hofstallungen auf das Treiben, das bis 2001 ein gigantischer Campus für Kunst und Kultur werden soll, herab. Alles, betont Bischof, laufe nach Plan: Von über 60.000 Muqua-Quadratmetern werden 53.000 für kulturelle Nutzungen adaptiert. Nicht einmal die Grube im Inneren der Winterreitschule hat Probleme mit der Bausubstanz gebracht. Wenn es da Zoff um die Farbe von Bodenplatten und Fassadensteinen gibt, kann Bischof ruhigen Gewissens anmerken, daß es bei jeder Baustelle zu Diskussionen komme - und daß die Verhältnismäßigkeit von Problem und Fortschritt nicht


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige