Wienzeug

Politik | aus FALTER 11/99 vom 17.03.1999

Was heißt hier illegal?

Baris, Claudia, Chevad, Murad ... Illegalität hat viele Namen, aber nur wenige Gesichter. Der Weg in die Illegalität ist für Ausländer einfach. Es genügt eine Scheidung, eine Kündigung, das Versäumen einer Einreichfrist, um das Aufenthaltsrecht in Österreich zu verlieren. Einmal illegal geworden, ist der Weg zurück in die Legalität oft unmöglich. Mit einer eigenen Plakat-, Inseraten- und Radiokampagne will nun ein Komitee aus 20 Flüchtlings- und Ausländerbetreuungsorganisationen (darunter die Flüchtlings- und Deserteursbetreuung, Asyl in Not, SOS Mitmensch) auf die Situation der "Illegalen" aufmerksam machen. Motto der Aktion: "Kein Mensch ist illegal." Illegalität ist kein Zustand, Illegalität wird herbeigeführt, so SOS-Mitmensch-Integrationssprecher Max Koch. Er fordert daher eine Amnestie für alle "Illegalisierten". Eine Vorgangsweise, die durchaus nicht unüblich ist. Erst vor kurzem startete Italien eine großangelegte Legalisierungsinitiative,

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