Sternstunden: aus-geleuchtet

Insolvenz: Der Konkursantrag der Marboe-Neuspiel-Firma liegt vor.

Medien | Sigrid Neudecker | aus FALTER 11/99 vom 17.03.1999

Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens dürfte die letzte Einstellung im Hause Sternstunden von Golli Marboe und Niki Neuspiel sein, die Schlußklappe wird endgültig sein: "Eine Weiterführung des Betriebes ist nicht vorgesehen" heißt es im Konkursantrag, der von Neuspiel am 26. Februar unterzeichnet wurde.

Passiva in der Höhe von rund 38,8 Millionen Schilling stehen Aktiva von lediglich 2,3 Millionen Schilling gegenüber. Dies sind vorläufige Zahlen, die tatsächliche Vermögenssituation wird momentan vom Masseverwalter geprüft.

Einer der Hauptgründe für die Insolvenz der bis vor wenigen Wochen zu den bestbeschäftigten Film- und TV-Produktionen des Landes gehörenden Sternstunden ist laut Antrag die Richtungsänderung beim Hauptauftraggeber ORF, entweder selbst zu produzieren oder das Geld gleich zu sparen. Dran glauben mußten die Sendungen "Lust auf Liebe", "Splash" sowie eine tägliche Kochshow mit der "Lust auf Liebe"-Moderatorin Dodo Rosci'c und einem Budget von 25 Millionen Schilling, die ein Weiterbestehen der Marboe-Neuspiel-Firma ermöglicht hätte, jedoch anderweitig vergeben wurde.

Auch die Weiterführung der "Kranken Schwestern" steht in den Sternen. Bis dato von Marboe und Neuspiel produziert, wird derzeit nicht nur mit der Hofbauer-Russwurm-Firma Hofpower über eine Weiterführung verhandelt, sondern auch mit dem ORF, ob und ab wann dieser weitermachen will. Der erste Sendetermin im Mai ist bereits gestorben, inzwischen spricht man bereits vom Herbst


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