Graham, wieder zu Hause/Blur on Record: Die wichtigste Brit-Band der Neunziger?

Kultur | aus FALTER 11/99 vom 17.03.1999

In Blurs Diskografie spiegeln sich alle wesentlichen Entwicklungen des britischen Pop im vergangenen Jahrzehnt wider. Kein Wunder, schließlich haben Blur die meisten dieser Trends eigenhändig ausgelöst.

Leisure (1991) Das oft unterschätzte erste Album. Gute Songs, zweifelhafte Produktion. Die Plattenfirma besteht auf einer Namensänderung von Seymour auf Blur, neuen Pilzkopfhaarschnitten und aufgesetzten Dance-Grooves im Stil der aktuellen Manchester-Welle. Die Band selbst will Gitarrenlärm Marke "My Bloody Valentine".

Anspieltips: "There's No Other Way", "Sing", "Birthday", "She's So High."

Modern Life Is Rubbish (1993) Die mutige Umorientierung. Zur Zeit des Entstehens von "Modern Life" waren Blur bereits als die Eintagsfliegen von gestern abgeschrieben. Während rundherum alle versuchten, Nirvana zu imitieren, entdeckten Blur die Poptradition der Kinks und Small Faces wieder. Damons Texte orientierten sich stark an der bedrückenden Atmosphäre von Martin Amis' Bestseller


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