Ein kühler Windhauch

Film: Peter Payer hat Albert Drachs "Untersuchung an Mädeln" als stilistisch ambitionierten Mainstream-Film umgesetzt.

Kultur | Isabella Reicher | aus FALTER 11/99 vom 17.03.1999

Es soll Wind gegeben haben." - über Albert Drachs Schreibarbeit an diesem ersten Satz seines "Kriminalprotokolls" "Untersuchung an Mädeln" (1971) konnte man vergangenes Jahr in der Ausstellung "Der literarische Einfall" einiges lernen. Bald darauf müssen wohl auch die Dreharbeiten zu Peter Payers Adaption begonnen haben, deren Ergebnis nun in die Kinos kommt. "Österreichisch" ist dieser Film allenfalls, was die Produktionsmittel anbelangt, ansonsten hat man es hier gewissermaßen mit einem relativ ortsunspezifischen, aber stilistisch ambitionierten Mainstreamfilm zu tun: Der Vorspann ist ein klein wenig von den Arbeiten des Studios Imaginary Forces inspiriert, der Film selbst setzt auf jene kühlen, fast metallenen Farbtöne (blaßgrün, blau, grau), die (vor-)vergangenes Jahr Videoclips und Modestrecken dominierten, und auf artifizielle Atmosphäre (hartes Gewitterhimmel-Licht, verzerrte Optik). Das ist zwar gekonnt und zum Teil auch interessant, führt aber nicht unbedingt zu gesteigerter


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