Kleiner Film, was nun?

Kulturpolitik: Abseits von Hinterhölzern und singenden Tirolerbuam: Die heimische Low-Budget-Film- und Videoszene, der der österreichische Film seit jeher die größten Erfolge verdankt, ist in Aufregung, weil ihr zunehmend die Subventionen entzogen werden.

Kultur | Christian Cargnelli | aus FALTER 11/99 vom 17.03.1999

Schon ein flüchtiger Blick in den Katalog zur eben eröffneten Diagonale in Graz genügt, um feststellen zu dürfen, wie die Qualitätsschwerpunkte des österreichischen Films nach wie vor verteilt sind. In der Sektion "Spielfilm" findet man alle Preziosen des gegenwärtigen heimischen Repräsentationskinos versammelt: "Beastie Girl", "Krambambuli", "Die Bräute", "Hinterholz 8", "Drei Herren", "Eine fast perfekte Hochzeit", "Black Flamingos", "Helden in Tirol". Ausnahmen wie "Slidin' - Alles bunt und wunderbar" können nicht darüber hinwegtäuschen: Das wahre österreichische Filmschaffen ereignet sich im allgemeinen jenseits der "großen" Förderung durch Österreichisches Film Institut (ÖFI), Wiener Filmförderungsfonds (WFF) und ORF.

Und zwar dort, wo der 1973 als Einrichtung des damaligen Unterrichtsministeriums ins Leben gerufene Filmbeirat, jetzt dem BKA zugeteilt, seine subventionierenden Finger im Spiel hat. Der fünfköpfigen Auswahljury, die über die eingereichten Projekte


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