Spielplan

Kultur | aus FALTER 11/99 vom 17.03.1999

Über mögliche unerwünschte Nebenwirkungen informieren wir Sie besser gleich jetzt. Nicht daß Sie nachher unter Kopfschmerzen zu leiden haben. Das Theater Spielraum agiert nämlich auf einem sehr hohen Level - rein lautstärkemäßig betrachtet. Etwa so, als ob ihr kleines Theater eine Freiluftarena wäre, die direkt neben einer stark befahrenen Straßenkreuzung liegt. Beim "Shakespeare-Shake" handelt es sich um eine nahtlose und gar nicht ungeschickte Aneinanderreihung von Narrenszenen und -liedern aus dem Werk des großen Elisabethaners, durchexerziert von einem Schauspieler und einer Schauspielerin. Der Liebeswahn steht in so einer Konstellation natürlich im Zentrum. Ein ambitioniertes Projekt also: der ganze Shakespeare in weniger als zwei Stunden. Man erkennt die Ambition zwar, trotzdem kommt der Abend über den exaltierten und Selbsterfahrungscharme eines Schauspielworkshops künstlerisch nie hinaus. Und der Spielraum muß ab nun wohl als die Heavy-Metal-Partie unter den Off-Theatern


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