Sinnliches Wissen

Theater: Nicht alle Theorie ist grau: In seinem neuen Stück zeigt das mexikanisch-österreichische Carpa Theater, wie unterhaltsam Lernen sein kann.

Kultur | Leopold Federmair | aus FALTER 11/99 vom 17.03.1999

Freie Thatergruppen formieren sich meist um ein kurzfristiges Projekt, um einen Text, den man gesucht und gefunden hat. Die Schauspieler proben einige Wochen, spielen einige Tage und gehen dann auseinander, bis sie einander das nächste Mal über den Weg laufen. Eine Ausnahme von dieser Regel bildet in Wien das 1987 von Miguel Angel Gaspar und Claudia Mader gegründete Carpa Theater.

Die Stücke des Carpa Theaters (bisher zwölf) entstehen in mehrmonatiger Arbeit in einer Atmosphäre von Improvisation, Körpertraining und Suche nach persönlichem Ausdruck. Die Schauspieler arbeiten an Texten ebenso wie an Bewegungsstrukturen, und das Ergebnis ist in der Regel ein vorläufiges, ein work in progress, bei dem tänzerische, musikalische, rhythmische Elemente ebenso wichtig sind wie die sprachliche Erschließung bestimmter Themen (in den letzten beiden Produktionen: Erinnerung, Kindheit, Neugier, Wissen). Im Gespräch mit den Beteiligten fällt immer wieder das Wort "Risiko". Beim Carpa Theater


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige