"Holloraitulijöötuliahiii"

Literatur: Vladimir Vertlib konnte für seinen Roman über das Schicksal emigrierter russischer Juden auf eigene Erfahrung zurückgreifen: Seit 1981 lebt er in Österreich. Mit dem "Falter" sprach er über die russische Brigittenau und die Utopie des Jodelns.

Kultur | Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 11/99 vom 17.03.1999

Wie die Flugbahn eines Bumerangs hatten uns alle Wege immer wieder nach Wien und in diesen etwas heruntergekommenen Arbeiterbezirk geführt." Rußland-Israel-Österreich-Italien-Österreich-Holland-Israel-Italien-Österreich-USA-Österreich: Der zwanzigste Wiener Gemeindebezirk, die Brigittenau, ist mehr als nur ein Zwischenstopp der abenteuerlichen Odyssee einer russisch-jüdischen Emigrantenfamilie in den siebziger und achtziger Jahren.

"Zwischenstationen", der erste Roman des 1966 in Leningrad geborenen Autors Vladimir Vertlib, handelt von Abschieden. Er beginnt mit der Reise des Ich-Erzählers in seine Geburtsstadt Petersburg im Jahre 1993. Seine Großmutter liegt im Sterben. Von hier ist er - so wie der Autor selbst - vor 22 Jahren mit seinen Eltern in den Westen emigriert.

Der Roman folgt den Stationen dieser Wanderschaft mit ungewissem Ziel - auf den ersten Blick eine Chronik der Ereignisse aus der Perspektive des Heranwachsenden, unprätentiös erzählt, bisweilen bis zur stilistischen


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