"Ich zieh' nix Grünes an"

Fussball: Das Austria-Stürmerdenkmal Andreas Ogris steht jetzt in Simmering. Der Ex-Nationalspieler über sein Comeback in der Stadtliga, über Trinkgewohnheiten und Frisuren, über Freund und Feind.

Gerald John und Wolfgang Kralicek | Stadtleben | aus FALTER 11/99 vom 17.03.1999

Andreas Ogris stürmt wieder. Nach einer komplizierten Knieoperation und einem halben Jahr Pause feierte der 34jährige beim SC Simmering in der (viertklassigen) Wiener Stadtliga sein Comeback (und schoß gleich im ersten Spiel ein Tor). Auf der traditionsreichen Simmeringer "Had", die auch schon bessere Zeiten gesehen hat, geht eine große Karriere ihrem Ende zu: Andreas Ogris liegt mit 107 Bundesliga-Toren (in 331 Spielen) auf Rang 11 der "ewigen" Schützenliste, er spielte 63mal im Nationalteam und schoß dabei elf Tore. Insgesamt 22 Jahre lang war Ogris bei der Wiener Austria engagiert; dazwischen und danach stürmte er auch für Espanol Barcelona, den LASK und Admira Wacker Mödling. Für die Zeit nach dem Fußball baut Ogris - im wahrsten Sinn des Wortes - vor: Er ist gerade dabei, sich bei einer Baufirma von Freunden einzuarbeiten. Der Floridsdorfer ist Vater einer Tochter und in dritter Ehe mit Michaela verheiratet, die in der Vorgartenstraße das "Friseurteam Ogris" leitet.

Falter:

  2400 Wörter       12 Minuten
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