Kaffee fürs Lycee

Kaffeehaus: Das Cafe Bauernfeld hat nach eineinhalbjähriger Pause wieder geöffnet. Die Frage ist nur, wie lange.

Stadtleben | Sigrid Neudecker | aus FALTER 11/99 vom 17.03.1999

Wie ein Eisbrecher ragt das Cafe zwischen Liechtensteinstraße und Porzellangasse in den Bauernfeldplatz hinein. Die elektrischen Pseudo-Gaslampen in den Fenstern flackern so vorsichtig, daß man bei Sonnenschein kaum merken würde, daß sie es überhaupt tun. Doch sie flackern. Das Cafe Bauernfeld hat wieder geöffnet.

Unten ist es so sauber, daß es nach Chlor riecht. Und oben ist es so leer, daß man fast riechen kann, was das Bauernfeld schon alles erlebt hat. Der riesige Saal mit den Billardtischen steht (noch) leer, im Nebenraum läuft der Fernseher. Das Bauernfeld hat eindeutig schon bessere Zeiten gesehen. "Wie das Schauspielhaus noch ein Kino war", sagt Gitti Schüssel, "sind wir g'schwommen wie die Einser." Beim Kellnerieren, die Gitti ist nämlich schon seit Ewigkeiten im Bauernfeld. Zwei, drei Jahrzehnte oder so.

Bessere Zeiten hinterlassen ihre Spuren. Das Bauernfeld hat Falten bekommen. Die Terrasse, von der aus man einen Überblick über die Liechtensteinstraße und die Porzellangasse


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