Am Stadtrand

Kaffeehaus: Seit 20 Jahren gibt es das Patientencafe auf der Baumgartner Höhe. Seit genauso langer Zeit führt es eine Existenz am Rand.

Stadtleben | Wolfgang Paterno | aus FALTER 11/99 vom 17.03.1999

Das ist normal: ein Kaffeehaus betreten, sich einen Platz suchen, auf die Bedienung warten, alles ganz normal. Kleine Geschichten des Alltags. Im Kaffeehaus "Komm 24" auf dem Areal des Psychiatrischen Krankenhauses auf der Baumgartner Höhe finden auch Alltagsgeschichten statt, hier ist aber wirklich alles ganz normal. Hier wird auch alles zu sogenannt. Sogenannte Patienten sitzen am Tisch mit ihren sogenannten Besuchern, sogenannte Normale trinken Kaffee und schauen plötzlich ziemlich blöd sogenannt normal aus. Sogenannte Kranke servieren den sogenannten normalen Gästen Kaffee und Kuchen, was nur für die brutal Normalen etwas Außergewöhnliches ist. Der Kaffeehausbetrieb in Anführungszeichen achtet nicht auf irgendwelche Ränder, Grenzen oder Unterscheidungen: Das Kaffee wird betreten, ein Platz gesucht, auf die Bedienung gewartet.

"Ich habe den Wunsch, daß das Komm 24 ein ganz normales Kaffeehaus ist", sagt Elisabeth Muschik, die Geschäftsführerin von pro mente, einer "Gesellschaft


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