Tee-Uhh

Shopping: Ein neues Teegeschäft in TU-Nähe verzichtet auf das branchenübliche Beiprogramm und bietet dafür Beratung und Kostproben.

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 11/99 vom 17.03.1999

Sogar beim Teekauf zeigt sich die Geschlechterdifferenz: Männer wählen eher ernstere Sorten wie "Darjeeling Royal", Teetrinkerinnen lassen sich auch schon mal zu Früchtetees, die "TausendundeineNacht" heißen, überreden. Zumindest behauptet das Azita Bayandor.

Seit 1980 lebt die gebürtige Iranerin in Wien, studierte an der TU, ist Doktor der technischen Chemie und Mutter. Nach ihrem Karenzurlaub fand sie keinen Job mehr. Gemeinsam mit Fatemel Khaleghi Moghaddan, diplomierte Architektin und ebenfalls ohne Jobaussichten, hat Bayandor deshalb im vergangenen Jahr ein Zehn-Quadratmeter-Geschäftslokal in TU-Nähe angemietet und aus einer ziemlich dunklen Schuhmacherwerkstatt ein lichtdurchflutetes, freundliches Teegeschäft gemacht: helles Holz, sandgestrahltes Glas, unzählige Teedosen und eine Miniküche zum Teekochen.

"Wir Perser sind ein Volk von Teetrinkern", erklärt Azita Bayandor ihre Affinität zum Heißgetränk. Und so gibt es bei Teelikatessen auch besonders günstigen Tschai aus


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