Melancholie aus Miami

Musik: Nach publikumsfeindlichen Solo-Performances und zahlreichen Filmmusiken veröffentlicht der Elektroniker Franz Reisecker alias Lichtenberg nun sein zweites Solo-Album, "Vacation".

Kultur | Walter Pontis | aus FALTER 12/99 vom 24.03.1999

Ein Berliner Stadtteil und ein Aphorismenschreiber des 18. Jahrhunderts hätten Franz Reisecker zu seinem Pseudonym Lichtenberg inspiriert. "Aber eigentlich ist das ziemlich egal. Ich habe eben einen Namen für meine Soloprojekte gebraucht." Schon lange bevor er mit der Indie-Rock-Band Mastalsky Ende 1997 das Handtuch warf, beschäftigte sich Reisecker mit Homerecording und gab Solo-Performances. "Mit meinen Experimenten habe ich damals Orte wie das alte B.A.C.H. leergespielt." Also setzte Reisecker sich nochmal intensiv mit Sampler, Harddisc-Recorder und Effektboards auseinander und konnte bereits im Herbst 1997 unter dem Namen Lichtenberg sein Debütalbum "Musik for Refreshing the Systems" veröffentlichen.

Nach dem Ende von Mastalsky entschied sich Reisecker dann, seine Solokarriere aufzusplitten. Unterstützt durch VJ Georg Eckmayr fokussierte er fortan sein ambientorientiertes Pop-Projekt Lichtenberg; unter dem Namen Franz Reisecker wird er es im Herbst auf einer neuen CD wieder kräftig


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