Streifenweise

Kultur | aus FALTER 12/99 vom 24.03.1999

Ärger über Ärger: Jeff Bridges, dem letztes Jahr ein Viennale-Special gewidmet war, ist zurück im Kino mit einem neuen Film, der wohl kaum auf die Liste seiner Glanzleistungen kommen wird. In "Arlington Road" (Regie: Mark Pellington) spielt er einen tragisch verwitweten Geschichtsprofessor mit Schwerpunkt Terror- bzw. Antiterroraktivitäten in der jüngeren US-Vergangenheit. In seinem braven, gottesfürchtigen Nachbarn und Familienvater (Tim Robbins) vermutet er einen rechtsextremen Bombenbastler und wird so in einen Paranoia-Thriller verstrickt, der sehr perfide endet. Jeff Bridges und Tim Robbins reißen ihre Rollen runter, daß man sich nur wundern kann - und helfen dennoch mit, mehr als fragwürdige Botschaften zu verbreiten. Neben vielem anderen, was man noch beanstanden könnte, ist vor allem die dümmliche Dramaturgie, die diese dümmliche Story vorwärtstreibt, ein Ärgernis: superbedeutungsvolle, aufwendige Kamerafahrten, extreme Großaufnahmen und eine Montage, die selbst


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