"Es ist verdammt schwer"

Theter: Der Dramatiker Thomas Jonigk hat seinen Vertrag als Schauspielhaus-Dramaturg gekündigt. Ein Gespräch über positive und negative Erfahrungen, über die Krise des Schauspielhauses und des Theaters überhaupt.

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 12/99 vom 24.03.1999

Der deutsche Dramatiker Thomas Jonigk, 33, übersiedelte vor zwei Jahren von Berlin nach Wien, wo er als Nachfolger des im Unfrieden geschiedenen Helmut Schödel am Schauspielhaus anheuerte. Als "Chefdramaturg" des auf Ur- und Erstaufführungen spezialisierten Hauses war Jonigk maßgeblich an der Konzeption der erfolgreichen Reihe "Best of British" (1998) und der weniger erfolgreichen Serie "Liebe 2000" (98/99) beteiligt; bei "I Licked a Slag's Deodorant" von Jim Cartwright und zuletzt bei "Bestien im Frühling" von Monika Helfer führte er selbst Regie. Neben der Theaterarbeit überwand der Autor Jonigk ("Du sollst mir Enkel schenken") seine hartnäckige Schreibkrise: Im Herbst wird am Hamburger Schauspielhaus sein neues, viertes Stück "Täter" uraufgeführt; außerdem schrieb er ein Libretto für die Salzburger Festspiele 2001 und seinen ersten Roman "Jupiter", der im Sommer bei Residenz erscheint (und mit dem er im Juni am Wettlesen um den Ingeborg-Bachmann-Preis teilnehmen wird). Weil


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