Pubsteria

Neues Lokal: Anton Mimra, Wiens oberster Auskenner im Friulanischen, wechselte vom Al Cappello ins Bankgeschäft.


Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 12/99 vom 24.03.1999

Also natürlich nicht wirklich, vielmehr trennte er sich nach diversen Querelen von Partner und Osteria in der Hermanngasse und fand ein neues Betätigungsfeld darin, ein Pub für CA-Mitarbeiter in eine Osteria für Fans der norditalienischen Küche umzuwandeln. Das Budget war nicht groß, viel Zeit hatte er auch nicht, zum Glück zeichnet sich aber eine Osteria ja weniger durch gediegenes Ambiente denn durch deftige und preiswerte Küche aus.

"Die italienische Küche ist ja eigentlich sehr einfach", sagt er, "sie lebt von den Produkten. Natürlich kann man auch alles aus der Dose nehmen, aber das ist sinnlos." Weshalb Mimra, um der Sache Sinn zu verleihen, ungefähr alle zwei Wochen ins Friaul fährt oder fahren läßt, weil man den dortigen, schmal gewachsenen, belebend bitteren Radicchio Trevisano mit dem hier erhältlichen Kraut nun mal nicht vergleichen kann und weil's so was wie geräucherten Ricotta hier einfach nicht gibt.

Genausowenig wie im Al Cappello, wo ein italienischer Koch

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