Phettbergs Predigtdienst (Nr. 348): Fehler in Fußnote 264!

Liturg: "Wie geht's?" Chor der Gläubigen: "Uns geht es gut!" Erneuerung des Taufgelübdes am Karsamstag

Stadtleben | aus FALTER 12/99 vom 24.03.1999

Eine sensationelle Drecksau ist, wer das Gespräch mit "Wie geht's?" beginnt. Diese Frage zwingt ausweglos in den Mainstream. Antworte ich "Schlecht, du rechtsradikales Arschloch", habe ich schon verloren, denn ich muß begründen und erklären bis hin zu Argumenten. Und hat mich die Drecksau einmal zum Argumentieren gebracht, verhalte ich mich wie die herrschende Welt. Und die Drecksau hat gewonnen, hat mich heimgeholt, zum herrschenden Credo gezwungen: Wir sind tüchtig, wird sind tough, und wir beweisen es.

Energiesparender wäre es also, auf die Frage "Wie geht's?" mit "Blendend, strahlend, überwältigend angenehm" zu antworten. Mir liegt Schauspielerei nicht, auch nicht Zynismus, zumindest weiß ich nichts davon, und es kränkt mich tief im Magen, in die fröhliche Welt der kaufmännischen Rechten gezwungen zu werden. Ich bin suchtkrank, funktionslos, sozial-schwach, finanz-schwach, unsexy, fett und kenne keinen Menschen. Aber was soll ich Depp Deppen das erzählen, die ja die Frage

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