Zoo: Menschen der Woche

Stadtleben | Von Thomas Rottenberg | aus FALTER 12/99 vom 24.03.1999

Frühlings- und andere Zeiten Nichts läßt sich herbei inszenieren, Teil I: Im Prater blühten die Frostbeulen, ein Casino hat das Chryslerbuilding am Dach. Ideen, Neues oder gar das vielzitierte Konzept "Prater neu"? Kicher. Einzig jene Instanz, die seit 1766 das Gastro-Leben dominiert, widersetzt sich dem Trend zum Grind. Das Schweizerhaus hat rund- und sich selbst erneuert und besitzt neben einem der schönsten Biergärten Wiens nun moderne Bauten und einen Kühlraum, in den nur Pommes frites dürfen. Daß es bei der Eröffnung schweinestelzenkalt war, ist nicht Schuld der Familie Kolarik - und den Gästen, die um neun Uhr früh Bier und Stelze wollten, war das egal.

Ereignisse, unherbeiinszenierbare, II: Bürgermeister wird, wer Stadtsymptomatisches früher tut. Also muß Michael Häupl jedes Jahr die Schanigartensaison eröffnen. Auch wenn vor dem Dommayer die Sonne nur scheint, um zu provozieren, nicht um zu wärmen. Vielleicht hatten Häupl und Wirtschaftskammerchef Walter Nettig


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