Liebe Leserin, Lieber Leser!

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 13/99 vom 31.03.1999

Der Skandal scheint, wie man sagt, programmiert. Johann Kresnik liefert ihn am Wiener Burgtheater, und Wolfgang Kralicek hat den "Tanzberserker", der zu den bedeutendsten österreichischen Theaterleuten nach 1945 zählt, aus diesem Anlaß porträtiert. Was er in seiner Geschichte (Seite 22) nicht erzählt: Kresnik, lange Zeit KPÖ-Mitglied wider Willen, rutschte sogar auf die EU-Liste dieser Partei. Und daran ist der Falter schuld. 1994 nämlich hatte Kralicek bereits berichtet, daß Kresnik der PDS beizutreten gedenke, und in einem Nebensatz erwähnt, Kresnik habe des öfteren versucht, sein KPÖ-Parteibuch zurückzugeben. "Aber es hat mir niemand geantwortet." Wenn schon keiner antwortete, las wenigstens einer den Artikel: KPÖ-Chef Walter Baier fuhr nach Berlin, besuchte Kresnik, die beiden verstanden einander blendend, heute ist Kresnik Kandidat. Nur Kralicek wählt noch immer nicht die KPÖ.

Nach dem Osterwunder die Ostermetapher: Das Nest ist voll. Das Nest des Falter Buchverlags,


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