Europa: Nato rules

Kommentar: Die Konsequenz der hohlen Nato-Strategie: Der Ost-West-Konflikt dauert fort, also ist die Nato weiterhin legitimiert


Raimund Löw
Vorwort | aus FALTER 13/99 vom 31.03.1999

Vergangenen Oktober sah alles so erfolgversprechend aus: Nach zehn Jahren geduldigen, aber einsamen gewaltfreien Widerstands der Albaner im Kosovo hatten 15 Monate Guerillakrieg genügt, um die internationale Diplomatie auf den Plan zu rufen. Der Westen tat genau das, was er bei Unterdrückung und Vertreibung in anderen Erdteilen so oft verabsäumt: Er mischte sich ein. Nicht zuletzt dank der Drohung mit Nato-Luftangriffen gelang es Richard Holbrooke, der serbischen Führung die Zulassung von mehreren tausend OSZE-Beobachtern im Kosovo abzuringen. Der erste Schritt zur Befriedung des explosivsten aller Balkankonflikte via Internationalisierung schien getan.

Und jetzt steckt Europa mitten im Krieg. Die B-52-Bomber, die einst die Bombenteppiche über Vietnam gelegt hatten, starten gegen jugoslawische Ziele.

Die Schlußfolgerungen aus diesem GAU der Diplomatie sind zum Teil höchst überraschend: Viele Konservative wie der deutsche Ex-Verteidigungsminister Volker Rühe, französische Gaullisten

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